Die Powell Conservatory Flöte
Die Firma Verne Q. Powell Flutes Inc. mit Sitz in Boston, USA, baut seit 1927 Querflöten, die in der ganzen Welt wegen ihres Klanges, ihrer Zuverlässigkeit und hervorragenden handwerklichen Ausführung von professionellen Flötisten und Musikern hoch geschätzt werden.
Neben der "High-End" Solistenflöte wurde bis 1988 das sogenannte Conservatory Model, eine günstigere Ausführung der traditionellen Powell Flöte, angeboten. In der Zeit von 1993 bis Ende 2001 baute die Firma Powell ein Nachfolgemodell des Conservatory Model, die Powell 2100.
Diese ursprüngliche Idee einer Powell Conservatory Flöte greift Powell jetzt wieder auf. Die Conservatory Flöte wird nach den gleichen Qualitätskriterien wie die traditionelle Powell Flöte gebaut: komplett handgefertigt im traditionellen Sinn, nachstellbare Spitzschrauben für die Lagerung der Mechanik, hartgezogene 14K Weißgoldfedern für die Deckel.
Die moderne Powell Skala basiert auf der Cooper-Skala, die von Powell, als erster Firma weltweit, 1974 eingeführt wurde. Bei der neuen Conservatory Flöte wird die gleiche Skala verwendet wie bei der traditionellen Powell Flöte.
Das Design der Flöte folgt der alten französichen Tradition. Die elegante Spitzdeckelmechanik wurde ergonomisch so konzipiert, daß die Flöte optimal in der Hand liegt. Sie bemerken sofort die saubere und akkurate Bewegung der Deckel, die auf eine optimale Höhe über den Tonlöchern abgestimmt wurde. Alle Deckel der Flöte werden aus einem soliden Stück Silber abgedreht. Ein Ausstanzen, wie es noch vor einigen Jahren üblich war, kommt nicht mehr zur Anwendung.
Die Mechanik wird ohne Stellschrauben gefertigt. Durch die größeren Kontaktflächen der Mitnehmer verstellen sich die Justierungen nicht so leicht.
Das Flötenrohr besteht bei der Conservatory Flöte aus Sterling Silber (925/1000) in einer mittelwandigen Ausführung (0,40mm) Die Tonlöcher werden aus dem Rohr herausgezogen und dann umgebördelt.So erhält man eine absolut ebene Fläche auf der das Polster gut aufsitzt. Die firma Powell legt sehr großen Wert auf ein sauberes Herausziehen dieser Kamine. Das Ergebnis ist hier auch schon von Konkurrenten gewürdigt worden.
Powell verwendet ausschließlich eine spezielle Version der Straubinger Polster. Die Klangeigenschaften dieser Polster haben sich für Powell Flöten als ideal herausgestellt. Die Polster können sich nicht verziehen, schmatzen selten und ermöglichen eben den unübertroffenen Klang einer Powell Flöte.
Für die Trillerklappen und die Cis-Klappe hat Powell ein patentiertes Polster mit einer Resonanzzone" in der Mitte entwickelt, das eine Verbesserung der Obertöne, eine exzellente Ansprache in der Tiefe und ein insgesamt verbessertes Resonanzverhalten der Flöte erreicht. (U.S. Patent # 5.469.771)
Vergeblich suchen Sie bei der Powell Conservatory Flöte nach den sog. „Klappenaufgangsbegrenzern", wie sie sonst zu finden sind. Bei der Powell Flöte wird der Deckelaufgang, also der Abstand zwischen Deckel und Tonloch, von sog. "Posi Stops" bestimmt, einer Neuentwicklung von Powell zur Verbesserung der Resonanz. Die Aufgangsbegrenzer stützen sich nicht, wie sonst üblich, auf dem schwingenden Flötenrohr ab, sondern auf der Schiene, also dem Träger der Mechanik. Als positiver Nebeneffekt lässt sich das Flötenrohr auch einfacher selbst sauberhalten.
Die Powell Conservatory Flöten gibt es in der Ausführung: A: 442 oder 444 Hz, C- oder H-Fuß, Ringklappen, inline-g oder offset-g. Eine E-Mechanik gibt es in Verbindung mit offset-g.
Sollten Sie geschlossene Deckel wünschen, erhalten Sie die sog. Plug`Os, geniale Stöpsel aus Silber zum Verschließen der Ringklappen. Plug`Os klingen wesentlich besser als die üblichen Stöpsel aus Silikon.
Beim Bau einer Querflöte entstehen im Flötenrohr Spannungen, sowohl durch das Herausziehen wie das Auflöten der Tonlöcher. Powell hat ein spezielles Verfahren entwickelt, diese Spannungen zu reduzieren, damit die Flöte frei schwingen kann und ihre volle Resonanz erreicht.
Mit Ihrer Powell Conservatory Flöte wird das gleiche Kopfstück wie für die traditionelle Powell Flöte geliefert. In der Standardausführung ist es ein mittelwandiges Silberkopfstück. Alternativ können Sie auch ein Aurumite Kopfstück verwenden. Der Begriff Aurumite steht für eine Verbindung zwischen Silber und Gold. Näheres dazu bei der Conservatory 9Karat Flöte.
Alle Kopfstücke sind handgefertigt und fallen daher etwas unterschiedlich aus. Sie sollten immer mehrere Kopfstücke probieren, um das für Sie optimale zu finden. Die Verbindungen zwischen Platte, Kamin und Rohr sind hart gelötet. Dadurch erhält man ein durchgehend schwingendes Kopfstück. Normalerweise wird die Verbindung zwischen Kamin und Rohr weich gelötet.
Es stehen drei Plattenformen zur Auswahl: Philharmonic, Boston und Traditinal.
Die beiden Formen Philharmonic und Boston ermöglichen es bei unterschiedlichen Kinnformen einen großen, modulations- und tragfähigen Ton zu erzeugen. Die Form Traditinal ist ein Nachbau der Kopfstücke die der Firmengründer Verne Q. Powell gebaut hat.
Die Aufbewahrung einer Flöte ist ein Thema, das oft vernachlässigt wird. Manche Flöte aus Gold wird in einem Etui aufbewahrt, das schon nach kurzer Zeit keinen wirklich befriedigenden Schutz mehr bietet; die Flöte wackelt im Etui und wird vor Stössen nur unzureichend abgefedert.
Das Etui der Powell Conservatory Flöte wurde konzipiert, um Ihrer Flöte ein Maximum an Schutz über lange Jahre hinweg zu geben. Die Flöte wird von speziell geformten Silikonblöcken sicher in Position gehalten. Diese Lagerung wirkt wie ein Stossdämpfer und verhindert Beschädigungen an der Flöte, sogar wenn die Flöte samt Etui aus der Hand gleitet.
Das Etui aus massivem, naturbelassenem Kirschholz lässt sich vollständig, also 180°Grad, öffnen.
Im Lieferumfang der Powell Conservatory Flöte ist ein Etuiüberzug aus Leder, ein Wischerstab, ein Reinigungstuch, sowie die Garantiekarte / Manual enthalten.
[Stand der technischen Beschreibung: 01/2002 Änderungen vorbehalten]
>>> Start Flash Presentation
>>> Download Infos zur Conservatory Flöte als PDF
|